Equal Pay Day: Kaum Verbesserung zum Vorjahr

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Die Tiroler VP-Frauen weisen auf die schlechte Bezahlung von Frauen im Land hin.

Mit dem Begriff „Equal Pay Day“ wird jener Stichtag bezeichnet, ab dem Frauen in Vollzeitarbeit im Vergleich zu den Löhnen und Gehältern ihrer männlichen Kollegen bis zum Jahresende „gratis“ arbeiten. Österreichweit liegt dieser Stichtag heuer am 11. Oktober. Im Bundesländervergleich gibt es jedoch große Unterschiede. Die Einkommenssituation der Tirolerinnen habe sich gegenüber dem Vorjahr um nur 0,14 % leicht verbessert, im Bundesländer-Vergleich liegt Tirol jedoch weiter auf den hinteren Plätzen. Frauen verdienen hierzulande um rund 25 % Prozent weniger als ihre männlichen Kollegen und arbeiten somit bereits ab dem 01. Oktober gratis.

„Einer der Hauptgründe für diesen großen Unterschied liegt darin, dass Frauen leider immer noch vorwiegen in schlechter bezahlten Berufen tätig sind und das, obwohl sie mittlerweile genauso gut oder besser qualifiziert sind als Männer“, so VP-Frauen Landesleiterin NRin Liesi Pfurtscheller. Es braucht daher nicht nur gleichen Lohn für gleichwertige Arbeit, sondern auch Maßnahmen zur Gleichstellung von Frauen am Arbeitsmarkt.

„Außerdem spielen längere, familienbedingte Erwerbsunterbrechungen und der anschließende Wiedereinstieg in Teilzeit eine Rolle. Deshalb wiederholen wir unsere Forderung an die Sozialpartner, die Anrechnung von Karenzzeiten bei den Gehaltsvorrückungen in allen Kollektivverträgen zu verankern. Diese Schlechterstellung können Frauen im gesamten Berufsleben nicht mehr aufholen. Das heißt, sie haben nicht nur ein geringeres Einkommen, sondern in der Folge auch eine geringere Pension“, ergänzt die Nationalrätin.

„Für uns ist wichtig, dass die Kindererziehungsarbeit und damit dieser wichtige Beitrag der Frauen für die Gesellschaft entsprechend honoriert wird, dies gilt auch für die Pensionen. Daher fordern wir weiterhin, dass vier Jahre pro Kind für die Pension angerechnet werden, und zwar nicht nur pensionserhöhend, sondern auch pensionsbegründend“, so Landesleiterin Pfurtscheller abschließend.