Gendermedizin – Aufklärung, Information und Vorsorge

Frauen beschäftigen sich sehr stark mit dem Thema Gesundheit:

  • Sie frequentieren häufiger die niedergelassenen Ärzte, allerdings meist für ihre Familienmitglieder,
  • gehen zwar zum Hausarzt wegen ihrer Angehörigen, vergessen dabei aber oft auf ihre eigenen Beschwerden,
  • leisten den Großteil der Gesundheitsarbeit für andere, sodass die eigene Gesundheit oft auf der Strecke bleibt,
  • tragen die Hauptlast der Betreuung kranker und alter Familienmitglieder – häufig auf Kosten ihrer eigenen Gesundheit
  • schicken ihren Mann zum Herzspezialisten, sterben selbst aber an einer unentdeckten Herzerkrankung;

Frauen sind anders krank als Männer, die Krankheits-Symptome, wie zB. beim Herzinfarkt sind andere. Daher ist es notwendig, eine stärkere Einbindung von Gendermedizin in der Krankenversorgung, Forschung und Rehabilitation zu forcieren.
Tirol ist hier Vorreiter, und die Medizinische Universität Innsbruck hat bereits 2007  als erste österreichische Hochschule das Fach Gendermedizin in die Pflichtlehre aufgenommen. Erst kürzlich wurde nun auch eine eigene Professur eingerichtet. Diesen so vorbildlichen Weg dürfen wir in Tirol nicht verlassen – im Gegenteil: Die Gender-Medizin muss weiter ausgebaut werden, um unseren Frauen im Krankheitsfall noch besser und gezielter helfen zu können.

Wir setzen uns zum Ziel, dass Frauen in Tirol verstärkt informiert, aufgeklärt und sensibilisiert werden. Es ist wichtig, dass über die bestehenden Vorsorgemöglichkeiten in allen medizinischen Bereichen Bescheid wissen und diese in Anspruch nehmen. Dazu sollen geeignete Formate gefunden werden, um die Frauen zielgruppengerecht zu erreichen.