KulturLandespolitik
02.11.2016

Aufregung um Wallnöfer-Statue inszeniert

VP-KO Wolf: „Für Wallnöfer braucht sich Tirol weder schämen, noch muss man ihn verstecken“


Eduard Wallnöfer war der längst dienende Landeshauptmann Tirols und hat die Basis für den Wohlstand des heutigen Tirols gelegt. Über verschiedene Entscheidungen während seiner langen Amtszeit könne man diskutieren, so der Klubobmann der Tiroler Volkspartei, Jakob Wolf.

Als Inszenierung der Opposition  betrachtet der ÖVP-Klubobmann die heutigen Äußerungen der Oppositionsparteien zum Beschluss der Landesgedächtnisstiftung, eine vom Künstler Rudi Wach gestaltete Staute am Landhausplatz aufzustellen. „Tatsache ist, dass der Gemeinderat der Landeshauptstadt Innsbruck bereits 1994 mit den Stimmen von damals Für Innsbruck, der ÖVP, der SPÖ, der FPÖ und des nunmehrigen Grünen-Stadtrates Gerhard Fritz ohne Rücksprache mit dem Land den einstigen Landhausplatz in Eduard-Wallnöfer-Platz umbenannt hat. Der Gemeinderat der Stadt wollte offenbar 1994 die Verdienste des langjährigen Landeshauptmannes würdigen. Dass nunmehr die restlichen 278 Gemeinden Tirols mit dem Ankauf einer Statue von Eduard Wallnöfer diesen Platz vervollständigen wollen, erscheint als logisch, zumal im vergangenen Dezember dessen 100. Geburtstag gefeiert wurde“, so Wolf wörtlich.

Für ihn kann es nicht sein, dass der Gemeinderat der Stadt Innsbruck die Verdienste des Langzeit-Landeshauptmannes würdigen dürfe, dies aber den restlichen 278 Tiroler Gemeinden nicht erlaubt sei. Wolf stellt fest, dass es z.B. in Wien beim Karl-Renner-Ring und beim Bruno-Kreisky-Platz auch entsprechende Denkmäler der betreffenden  Persönlichkeiten gibt.
Als scheinheilig bezeichnet der VP-Klubobmann das Verhalten der im Landtag vertretenen Parteien, deren Mandatare 1994 im Innsbrucker Gemeinderat für die  Umbenennung des Platzes gestimmt haben, nun aber den Präsidenten des Tiroler Gemeindeverbandes dafür kritisieren,  dass mit der Skulptur auch alle anderen Tiroler Gemeinden die Möglichkeit haben, die Verdienste des legendären Landeshauptmannes ebenfalls zu würdigen: „Eduard Wallnöfer war ein Landeshauptmann, für den man sich in Tirol weder schämen noch verstecken muss.“ Den grünen Regierungspartner erinnert Wolf daran, dass die aktuelle Namensgebung  für den Platz vor dem Landhaus in den  Eduard-Wallnöfer-Platz auch mit der Stimme des nunmehrigen grünen Stadtrates Gerhard Fritz  erfolgt. Ist. Im Übrigen versteht Wolf die Argumente der Grünen nicht: „Wo sonst außer am Eduard-Wallnöfer-Platz sollte ein Denkmal für Eduard Wallnöfer aufgestellt werden?“